Produktion 2021

Aufgeschoben heisst nicht aufgehoben!

Im Mai 2020 wäre das Stück «Das Gerücht» im Gemeindesaal in Hausen a. A. uraufgeführt worden, wäre uns nicht die Corona Pandemie in die Quere gekommen. Und dabei geht es in dem Stück ebenfalls um eine bevorstehende Pandemie. Das Verrückte daran ist, dass wir es in der Zeit von Oktober bis Dezember 2019 gemeinsam erarbeitet haben. Noch vor Weihnachten erhielten wir vom Autor, Marc Späni das fertige Stück. Im Januar 2020 begannen wir mit den Proben. Gleichzeitig näherte sich das Covid 19 Virus klammheimlich und überflog auch die Schweizergrenze. Bei uns kamen Zweifel auf, ob der Zeitpunkt für die Aufführung sinnvoll sei, denn die Realität überholte uns brutal. Schliesslich nahm uns der Bundesrat die Entscheidung ab.

Wir wagen nun voller Freude einen Neustart!

Spieldaten 2021
Samstag, 19. Juni Premiere
Sonntag, 20. Juni 2. Aufführung
Dienstag, 22. Juni 3. Aufführung
Freitag, 25. Juni 4. Aufführung
Samstag, 26. Juni, Dernière

Spielort
Gemeindesaal Weid, 8915 Hausen a. A.

Zusammenfassung des Stücks «Das Gerücht» von Livia Huber
Das ist die Geschichte von Wildtieren in der Stadt. Oder zumindest ist das die Geschichte vom Gerücht, dass es in der Stadt Wildtiere hat. Wie viele? Das weiss keiner, aber wenn man der schwatzhaften Coiffeuse glaubt, werden es täglich mehr. Das riecht doch nach einer guten Story, findet der Radiosender Metropol und hilft nun fleissig mit darüber zu informieren.
Man füge hier was hinzu und nehme da was weg, schon wird aus einem Fuchs am Stadtrand ein Rudel monströser Bestien- Die Bevölkerung ist bedroht.
Was tun? Lockdown?
Die Behörden rufen eine Gesundheitspolizei ins Leben, Bürgerwehren machen die Stadt unsicher, und wer dieser Entwicklung kritisch gegenübersteht oder sich sogar auf die Seite der Tiere stellt, wird zum Feind erklärt.
Ja, das Leben verändert sich.
Überall werden Hände gewaschen und alles wird stets gründlichst desinfiziert. Der unsichtbare Feind will mit allen erdenklichen Mitteln aufgehalten werden.
In solchen Zeiten ist Unsicherheit die treibende Ohnmacht.
Da bleibt keine Zeit mehr für Solidarität, es gilt sich selber bestmöglich zu verteidigen. Im Ernstfall. Und dieser Ernstfall rückt näher. Bewaffnet macht sich das Volk auf zum Dorfplatz. Sie kommen die Wildtieren, sie kommen – BLACK – man hört einen Schuss.

Was wie eine Kleinstadt-Komödie begann, entwickelte sich immer mehr zu einer Groteske, die aktuelle und zeitlose Themen wie den Konflikt von Natur und Zivilisation, die Angst vor dem Fremden oder die Eigendynamik von urbanen Legenden und Fake News aufgreift. Vor allem aber erzählt es von kleinen Ängsten und davon wie schnell diese zu einer Massenpanik werden können.